Bis nach Toulouse

Das neue Album von Philipp Poisel. Warm + sehr, sehr ehrlich… .

Mein drei Lieblingstracks zum Reinhören- der Erste „Wie soll ein Mensch das ertragen“:

…kommt uns das bekannt vor? …furchtbar und unerreichbar verknallt in die beste Freundin, oder den besten Freund, YES. Aber, dann doch besser unerreichbar verknallt, als gar nicht… .

Und vielleicht noch schöner als schön der zweite Track „Für keine Kohle dieser Welt“- ein Plädoyer für die Freiheit, fürs manchmal gerne lieber 1 sein und nicht 2- wir haben nur ein Leben und keiner außer uns selbst kann uns dabei helfen was draus zu machen.

„Für keine Liebe keinen Reichtum, für keine Kohle dieser Welt, für keinen Schatz gäb ich die Freiheit…“!

Der Titeltrack, Nummer 5 auf dem Album- na klar ist der gut:

Nach dem Debut „Wo fängt dein Himmel an“ ein angemessener Nachfolger, beeindruckend. Wieder beladen mit den Themen Liebe, Freundschaft und der Suche nach dem Sinn. Menschen schreiben Texte über Dinge, die sie nicht beantworten können, über die Fragen des Lebens eben, da hat PP schon ganz recht. Das ist kein Album für fröhliche Tage, jedenfalls nicht durchgehend, Vorsicht. Aber es ist eines, das man auch nach Jahren wieder gerne mal rausholt….Als gäb’s keinen Morgen mehr, für die Liebe und für die Freiheit. Ich mag’s, und ihr?

„I think they’re artists.“-„Oh go on, they are just kids!“

Ihr lest eine Rezension über ein Buch und Ihr wisst, DAS WILL ich haben. Bis Ihr’s dann tatsächlich schafft im Buchladen zu stehen und das Ding in den Händen haltet, sind schon viel zu viele Tage vergangen in denen ständig der Gedanke mitschwingt – „ich wollte doch noch, ich muss doch, ja ich weiß, ach Mist, vergessen…etc.“ . Dann ist es endlich da und liegt auf der Fensterbank und es dauert, bis der richtige Moment für den Anfang gefunden ist, denn schließlich will man sich konzentrieren, sich fokussieren und dem Buch die ganze Aufmerksamkeit widmen. Und dann, kaum hat man angefangen, trauert man schon, weil die Seiten viel zu schnell vorbeifliegen. Ja, so ist das, wenn man es schon liebt, bevor man es gelesen hat, das Buch, genauso wie dieses hier:

Patti Smith – Just Kids!

Ein Auszug aus ihrem, dem Leben einer überragenden Dichterin und Songwriterin, über eine  wunderschöne Beziehung zweier Menschen zueinander, die vom ersten Moment an so klar und so voller Ehrlichkeit und tiefer Gefühle ist, dass das nie mehr aufhört, ein Leben lang. Patti Smith, Rockn’Roll Star und Robert Mapplethorpe, Photograph. Egal, ob die Beziehung gerade intensiv ist, mal nur platonisch, egal wer sonst im Liebes- Freundes- und vor allem Künsterleben der beiden auftaucht und abtaucht, ob der eine gerade erfolgreich ist, oder der andere, die emotionale Bindung reisst niemals ab!

Wenn es das nicht ist, was das Leben lebenswert macht, was dann?

„We used to love at our small selves, saying that I was a bad girl trying to be good and that he was a good boy trying to be bad“

„He wrote me a note to say we would create art together and we would make it, with or without the rest of the world“

„Our lives were moving at such speed that we just kept going“

Und die Geschichte umfasst noch viel, viel mehr: Die Künstlerszene im New York der End 60er, Anfang 70er Jahre, das Hotel Chelsea als Heimat und Entdeckungsort der jedenfalls bis dahin noch heimlichen Stars, die Verbindung von Kunst und Querdenkern mit einem frühen Tod (Jimi Hendrix, Andy Warhol, Janis Joplin)… so spannend, so reizvoll, gerade weil es die Realität war, die Themen immer noch die Realität sind, die Realität einer Generation von Andersdenkenden.

Patti Smith, geboren 1946, lebt in New York City. Sie veröffenlichte 12 Alben. Am bekanntesten ist wohl ihre Single, die in Zusammenarbeit mit Bruce Springsteen entstand –  „Because the Night“:

Einer meiner persönlichen Patti Favorites „Dancing Barefoot“:

Lesen, Hören- am besten Beides gleichzeitig…oder NEIN, denn wie ich vorhin sagte, Pattis Musik und Pattis Buch, beides viel zu einmalig um jedem Einzelnen nicht die volle Aufmerksamkeit zu schenken!

100 % New Zealand: Motocade

Danke an Ulli für diesen Insidertipp: Motocade – vierköpfiger Indierockact aus Auckland, Neuseeland. N super catchy Sound und beeindruckende Videos- so klar, so nah, bombig.

Holy Moly energieintensiver geht’s kaum- wer springt mit?

Und- Oldest Trick in the Book – mitreissend…I AM defintely falling for this Trick in the Book…

And I just can’t get enough… .

Auf allen Vieren!

Neue Helden braucht das Land. NEIN, wie ich finde, denn die alten sind zurück und das nicht einfach so, sondern mit „Alles“ MITTEN ins Herz. Das offizielle Video dazu hier, veröffentlicht am 16.08.2010:

http://www.stern.de/kultur/musik/videopremiere-wir-sind-helden-auf-allen-vieren-1590264.html

Anschauen, nochmal anschauen, nochmal anschauen, laut mitsingen, heulen, schreien, tanzen…GUT finden!

Der Text spricht für sich: „Stell dir vor du wärst wieder, allein unter Leuten, sängst traurige Lieder, vom Sein und Bedeuten…“ – Leben und Denken und Bewerten um Herauszufinden WAS und WER es wert ist und wer man SELBST eigentlich ist – Hin + Her und Vor + Zurück, eine Antwort, die 3 neue Fragen aufwirft, und dann ein Schlag ins Gesicht und für ne Sekunde gibt’s Klarheit und am Ende die Erkenntnis, dass es unmöglich ist, Alles zu verstehen, aber dass das auch nicht seien muss. Denn das Leben ist n großer Traum und wir dürfen ihn träumen und alleine schon dafür muss man doch dankbar sein, oder? „Alles ist Alles ist Alles, Dir ist Alles erlaubt und Alles gegeben“…Macht was draus! 

Das neue Album „Bring mich nach Hause“ erscheint am 27.08. und auf Tour sind sie schon, in München im Circus Krone, am 24.10.2010. Hingehen!

MFG an mein Leben

Die Eckdaten zur Autorin Miriam Meckel: 43, Professorin für Medien- und Kommunikationsmanagement an der Universität St. Gallen.

Der Brief an ihr Leben hat mich betroffen von der ersten bis zu letzten Seite und das ganz ohne Anspruch auf ein Ziel, ein Ende, oder einen Höhepunkt, sondern vielmehr durch die Klarheit der Sprache, die Wahrheit der Inhalte und sicherlich auch dadurch, dass das der Brief an „meins“ seien könnte: Alles mitnehmen wollen, jede Information und jedes Gespräch aufnehmen, verarbeiten, nacharbeiten, immer ein JA und nie ein NEIN, das Unmögliche möglich machen, mit Tempo 180 durch das Leben rasen bis der Kopf platzt, irgendwie überall und dennoch nirgendwo um nichts zu versäumen und um schließlich nach und nach zu realisieren, dass gerade dadurch das Wichtigste verpasst wird, der Weg zu sich selbst.

Unbedingt lesen und lernen- wunderbares Buch, betrifft sehr und hilft weiter, nicht nur dann, wenn man sich selbst darin wiederfindet!

Es war einmal…

ein wunderbares Lied von einer wunderbaren Band, eines meiner „All-time Faves“ und ein MUSS in jedem musikverrückten Kopf :-): The Stars „Your Ex-Lover is dead!